Trennung und Scheidung

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Was bedeutet in der Praxis "getrennt leben"? Wesentliche Voraussetzung der Scheidung ist, dass die noch Eheleute seit einem Jahr voneinander getrennt leben. Der Gesetzgeber hat das Scheitern der Ehe an die Dauer des getrennten Lebens geknüpft. Die Ehepartner leben getrennt, wenn zwischen ihnen keine häusliche Gemeinschaft mehr besteht und ein Ehepartner sie erkennbar nicht wiederherstellen will.

Dies ist auch dann der Fall, wenn sie noch „unter einem Dach“ wohnen und die Trennung zwischen „Tisch und Bett“ vollzogen haben. Dies bedeutet, dass kein gemeinsamer Haushalt unterhalten und eine vollkommene augenscheinliche Trennung der Wohnbereiche mit Ausnahme der Versorgungseinrichtungen vollzogen wird. Die Ehepartner müssen also - von Ausnahmen abgesehen - getrennt wirtschaften, schlafen, essen, einkaufen und waschen.

Die Scheidungsvoraussetzungen liegen vor, wenn die Parteien seit einem Jahr getrennt leben und erkennbar nicht bereit sind, die eheliche Lebensgemeinschaft wieder herzustellen. Bei einem gescheiterten Versöhnungsversuch von jedenfalls vier Monaten beginnt das Trennungsjahr erneut. Nach anderer Anschauung ist dies bereits nach einem dreimonatigen Versöhnungsversuch der Fall.

Das Trennungsjahr muss nicht abgewartet werden, wenn die Fortsetzung der Ehe für einen Ehepartner eine unzumutbare Härte darstellt, oder Gründe für die Aufhebung der Ehe vorliegen.

 

Sind die Ehepartner über den Trennungszeitpunkt uneinig, sollte anwaltlicher Rat eingeholt werden. Ihr Scheidungsanwältin und Rechtsanwältin Pelit-Saran für Familienrecht, in Friedrichsdorf im Taunus, wird Sie im Falle einer Scheidung umfassend und kompetent beraten. Denn der genaue Trennungszeitpunkt ist maßgeblich für die Auskunftserteilung zum Bestand des Vermögens und kann sich deshalb nachteilig bei der Vermögensauseinandersetzung bzw. Zugewinnausgleich auswirken.

 

Die Scheidung

Die Ehe kann geschieden werden, wenn sie gescheitert ist. Das ist dann der Fall, wenn die Lebensgemeinschaft der Ehegatten nicht mehr besteht und ihre Wiederherstellung nicht mehr zu erwarten ist. Der Gesetzgeber knüpft die Zerrüttung der Ehe an die Dauer des getrennten Lebens. Der Richter oder die Richterin hört die Parteien im Termin zum Scheitern der Ehe an. Dem dient die Frage, ob die Parteien zur Wiederherstellung der Lebensgemeinschaft bereit sind und seit wann sie getrennt leben. Leben die Beteiligten seit einem Jahr getrennt, wird das Scheitern der Ehe vermutet. Bei einer einvernehmlichen Scheidung (der Ehepartner stimmt der Scheidung zu oder stellt einen eigenen Scheidungsantrag) wird das Scheitern der Ehe unwiderlegbar vermutet. Keine Rolle spielt die Frage des Verschuldens einer Partei.

Der Scheidungsantrag kann bereits vor Ablauf des Trennungsjahres gestellt werden. Denn auch das Gericht benötigt einen gewissen zeitlichen Vorlauf bis zur Terminierung.

 

Zuständig für die Scheidung ist ausschließlich das Familiengericht. Im Scheidungsverfahren müssen sich die Beteiligten anwaltlich vertreten lassen - ausnahmslos der Antragssteller. Im Scheidungsverfahren werden als sog. Folgesache auch die Rentenansprüche (Versorgungsausgleich) der Eheleute ausgeglichen und auf Antrag andere Rechtsfragen mit geregelt (z. B. der Ausgleich vermögensrechtlicher Ansprüche (Zugewinnausgleich).

 

Ihre Rechtsanwältin aus Friedrichsdorf.

Anwalt Friedrichsdorf